Verkostung durch eine neue Genusskultur mit alternativen Möglichkeiten: beim AUSTRIAN ZERO BRUNCH 2026 war das Weinviertel stark vertreten

Das Motto am Fluss am Wiener Franz-Josefs-Kai bot die elegante Bühne für einen geselligen Brunch und eine ganz besondere Verkostung!  Begleitet von spannenden Impulsen von Expertinnen und Experten plus Produzentinnen und Produzenten zum Thema alkoholfreie Alternativen tauchten wir in das Thema alkoholfreier Genuss ein. Ist es nur ein aktueller Trend, oder ist diese neue Genusskultur gekommen, um zu bleiben? Mittlerweile sind schon diverse Zero-Produktkategorien entstanden. Die Nachfrage in der Gastronomie hat sich gewandelt. Und darauf wird reagiert!

Mit dem Austrian Zero Award setzen Del Fabro Kolarik, die VieVinum sowie alle teilnehmenden Partner ein Zeichen für die Weiterentwicklung der alkoholfreien Getränkekultur im deutschsprachigen Raum. Sie zeigt, welche Produkte sensorisch überzeugen und den Anforderungen professioneller Getränkekonzepte gerecht werden.

Alkoholfreie Alternativen auf der Bühne & im Eiskübel
Im angenehmen Ambiente des Restaurants Motto am Fluss wurden uns gut im eleganten Eiskübel gekühlte und spannende Kostproben, versehen mit dem goldenen, silbernen oder bronzenen Siegel des Austrian Zero Awards, angeboten. Gemeinsam mit den anderen Gästen verkosteten wir dies und das, waren manchmal überzeugt, und manchmal auch weniger. Mit dem alkoholfreien Wein können wir uns noch nicht so ganz anfreunden. An der Verbesserung der Qualität wird aber laut Heinz Hausgnost, dem aus dem Weinviertel stammenden Experten vor Ort und Vertriebsleiter vom Weingut Stift Klosterneuburg, intensiv gearbeitet. Man darf sich daher auf eine vielversprechende Weiterentwicklung freuen!

Bei den Kostproben fanden sich auch zahlreiche Produkte aus dem Weinviertel wie Benita Sophie Rosé alkoholfrei aus aus Mannersdorf a.d. March, Null Bock Null Alkohol vom Weingut Schwarzböck aus Hagenbrunn – einer unserer alkoholfreien Favs – Embrizzo Traubenkombucha mit den Sorten Hibiskus & Hagebutte und Zitronenmelisse & Holunderblüten plus Sparkling Tea Weisstee & Ingwer vom Gut Hardegg aus Seefeld-Kadolz oder Herak alkoholfrei vom Weingut Hagn aus Mailberg.

Während der Austrian Zero-Verkostung konnten sich alle beim köstlichen und hochwertigen Buffet vom Motto am Fluss bedienen.

Die Geschichte hinter dem Austrian Zero Brunch
Klaus Postmann, Mitbegründer des Austrian Zero Award und Gründer von drinkZERO, freute sich, dass er diese Veranstaltung – verbunden mit dem Austrian Zero Award – durchführen durfte. Vor rund 3 bis 4 Jahren ist er vor einer großen Herausforderung gestanden, als das Thema „alkoholfrei und alkoholfreie Alternativen“ immer präsenter wurde. Nicht einfach, eine Mannschaft zu überzeugen, die sich immer mit den besten Weinen der Welt beshäftigt, sich für alkoholfreie Alternativen zu begeistern.

Es wurden Expertinnen und Experten sowie alkoholfreie Muster hereingeholt. Das Bewusstsein, das diese neue Zielgruppe eine wichtige Gastrogruppe ist, auf die bisher zu wenig Rücksicht genommen wurde, bestärkte im Tun. So entstand die Idee zum Austrian Zero Award. Ein Award, der dabei helfen soll, Orientierung in diese neue Welle an alkoholfreien Produkten zu bringen. Einen vergleichbaren Zero-Award gibt es nur in England – verkostet wird in ca. 11 verschiedenen Kategorien.

Jede Verkostung – und so sie noch so einfach oder komplex – bietet laut Klaus Postmann die Möglichkeit, Sortimente zu clustern und in Form zu bringen. 2023 wurde mit einer kleinen Zero-Verkostung gestartet. Dabei hat man gesehen, dass man der Branche dabei helfen kann, die Zero-Produkte zu kategorisieren und in eine Schublade zu hieven.

Auch die VieVinum 2026, die alle 2 Jahre in der Wiener Hofburg stattfindet, bot heuer die große Bühne für den Austrian Zero Award. Mag. Alexandra Graski-Hoffmann vom Organisationsteam der VieVinum war ebenfalls vor Ort beim Austrian Zero Brunch. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Team vom Zero-Thema überzeugt und für die VieVinum Future Akademie aktiv.

Trends in der Gastronomie und Ernährung, an denen man nicht vorbeikommt
Über Trends in der Gastronomie und Ernährung kam schließlich Veganpapst Sigi Kröpfl, Gastronomie Consulter mit veganem Schwerpunkt, zu Wort. Die Fragestellung war: Was kann man von der Gastronomie lernen, wie hoch waren damals die Hürden bei vegan und wie lange wird es dauern, bis wir so selbstverständlich über Zero wie über vegan reden?

Der Gründer des Veganismus in Österreich und Spitzenkoch Sigfried Kröpfl hat alles miterlebt. Vormals erklärter Fleischesser ist er mit dem Thema Veganismus vor 14 Jahren sozusagen ins kalte Wasser gesprungen. Es war außeridisch! Seiner Meinung nach geht alles, wenn man will und möchte. Man muss sich etwas trauen! Die Gastronomie ist nicht einfach im Vergleich zu den Großkonzernen. Sein erster Zugang zu alkoholfreien Produkten war Zero Gin, der ihn begeistert hat.

Als heute 1000-prozentiger Veganer findet er, dass man überzeugend sein muss, ohne zu radikalisieren. Abholen kann man Partner vor allem mit wirtschaftlichen Faktoren. Gewinnen wird man nur mit Qualität – das ist laut Sigi Kröpfl unterm Strich das Wichtigste.

Benjamin Mayr, der Sortimentsentwickler von Wein und Schaumwein von Del Fabro Kolarik, ein Konzept, das für vielfältigste Getränkeauswahl vom bevorzugten Partner der Gastronomie steht, erzählte ebenfalls von seinem Zugang zu alkoholfreien Alternativen. Als Kind von vegetarisch lebenden Eltern weiß er aus Erfahrung, dass man beim Restaurantbesuch oft nichts Passendes gefunden hat. Heute wird man wohl kaum einen Gastronomen finden, der in diese Richtung nichts anzubieten hat. Als Verantwortlicher bei Motto am Fluss für das Thema Wein hatte er anfangs kein gutes Gefühl, was das Thema alkoholfreier Wein betraf. Kam aber bald darauf, dass man nicht ignorieren darf, was für manche Menschen ganz wichtig ist. Da wir in Österreich extrem viele Qualitäten und Weinprofis haben, gilt es, den Überblick zu bewahren.

Alle Gewinner des Austrian Zero Award – darunter viel Gutes aus dem Weinviertel –  findet ihr übrigens unter https://delfabrokolarik.at/austrian-zero-award/

Wer Was Wo Weinviertel-Fazit: Wir greifen ebenfalls zu alkoholfreien Alternativen – gerne aus dem Weinviertel –  und sind von deren Qualität meist begeistert. Ein Trend, der höchstwahrscheinlich gekommen ist, um zu bleiben.

Fotos: Brittas Schreiberei